Wie es zu"Leolaus" kam
Als im Herbst 2003 unsere Angie bei uns einzog, wußten wir noch gar nicht, was uns noch alles erwarten würde.
Wir, das ist unsere Patchworkfamilie bestehend aus
Christian, hundeerfahren und nach und nach immer mehr infiziert von mir,
Susi, hundeerfahren, tierlieb, stallerprobt, ausgestattet mit Herlfersyndrom.
Zu uns gehören noch
Steffi, ebenso tierbegeistert, versorgt uns ständig mit Futter und motiviert uns immer wieder, auf diesem Weg zu bleiben.
Franzi, gewissermassen beruflich etwas in meine Fußstapfen steigend und dem pädagogischen Sektor verschrieben, nicht so tierbegeistert, aber immerhin uns unterstützend.
Bleibt noch Lisa, hin und her gerissen zwischen "ach ich will sie alle behalten" und "oh mann, sind die anstrengend!"
Wie schon erwähnt hat alles mit unserer Angie angefangen, die wir über die Vermittlungsseite für Belgische Schäferhunde in Not bekamen. Als unsere junge neugierige Hundedame über den Zaun sprang, um die Welt zu erkunden, überlebte sie den Autounfall nicht und wir waren untröstlich. Den Verlust konnten wir nicht begreifen und das Leiden war enorm; sie war doch grad mal 7 Monate alt geworden!
Wir wollten sie doch retten, ihr ein schöneres Leben bieten, als das, welches sie zuvor hatte und dann das!
Noch in der selben Woche zog Angies Halbschwester, auch eine in Not geratene Hündin, bei uns ein. Wenn Angst einen Namen hätte, sie hätte damals Missy geheissen. Was mußte dieser arme Hund schon alles mitgemacht haben, dass er sich so vor den Menschen fürchtete...
Zunächst fürchten aber erst einmal wir: dass der Hund den Kindern gegenüber agressiv sein könnte, dass sie alle fremden Menschen beissen würde, ja, dass man von uns verlangen würde, der Hund müsse weg, hätte keine Lebensberechtigung.
Wir haben viel gekämpft, viel Liebe und Konsequenz walten lassen, dem Hund Sicherheit vermittelt und heute ist Missy nicht der Freund aller Menschen, aber wir sind stolz, dass der Kreis derer, die sie ansehen und sogar anfassen dürfen immer größer wird und dass es ausserhalb der Familie mittlerweile immer mehr Menschen gibt, die freudig jaulend begrüßt werden.
Drei Monate nach Missy zog dann Tabea, eine Hündin aus einer spanischen Tötungsstaion bei uns ein. Lisa unsere Jüngste machte sich mit mir mitten in der Nacht auf den Weg, um dem Transporter aus Spanien entgegen zu fahren. Beim Treffpunkt nach Stunden angekommen nahmen wir unsere Tabea aus einem Kleintransporter, der bis obenhin mit Hundeboxen vollgestopft war, in Empfang. Ein lustiger, quirliger, verspielter einjähriger Hund war uns angekündigt worden.
Nichts, aber wirklich gar nichts von diesen Eigenschaften konnten wir bei Tabea in den dann kommenden Wochen und Monaten entdecken. Dafür Dankbarkeit. Jeder Augenaufschlag erzählte von Sorge, die nun geliebten Menschen wieder zu verlieren und gleichzeitig Dankbarkeit und bedingungslose Treue.
Unsere Tabea hat bis heute noch nicht vergessen, wer sie geholt hat und läßt mich dies auch jeden Tag spüren. Mittlerweile ist sie zu unserem Clown geworden, der tatsächlich verspielt und sehr agil ist.
Nach und nach sind noch mehr Tiere bei uns eingezogen. Derzeit gehören noch zwei Katzen, drei Hasen und 14 Meerschweinchen dazu.
Neun Zebrafinken - aus dem Bestand des Tierschutzverein Freising e. V. in dem wir auch aktive Mitglieder sind - warten in unserem Wohnzimmer auf ein neues Zuhause und zahlreiche Hundebabys haben durch uns schon eine neue Heimat gefunden.
Wir haben riesig Spass daran, die Welpen, die bei uns einziehen, ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten und für sie eine schöne neue Heimat zu suchen. Wir werden das auch, so gut wir können, weitermachen und hoffen, dass sich noch viele dadurch animieren lassen, hier auch aktiv zu werden
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